Gruppenflow #4 – Atem – Überblick für Insider

Zusammenfassung des Gruppenflow #4
Freitag Abend war Gruppenflow! Tief durchatmen hieß es!
Wir haben uns Zeit genommen und einmal richtig (tief) geatmet!

Deine Stimme im Flow – Atem und Stimme
Freitag Abend war Gruppenflow! Tief durchatmen hieß es!
Wir haben uns Zeit genommen und einmal richtig (tief) geatmet!

Das sollten wir viel öfter tun! Vielleicht konnte ich euch dazu motivieren, von nun an eurem Atem etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken?!

Damit ihr nicht zu sehr in euren Erinnerungen kramen müsst, habe ich hier eine kleine Zusammenfassung unseres

Gruppenflow #4:

  1. Wir haben mit einer Übung begonnen.
    Sitzen: Schreibe die Antworten zu 1. 2.! Schreibe wieder, aber diesmal beobachte Atem!

Du erinnerst dich sicher an diese Übung?! Erinnerst du dich auch an deine Haltung und deine Atmung?

Wie war es hier? Als du drauf geachtet hast? Hast du etwas verändert?

Atem

Das Thema Atem geht uns alle an! Ohne Atem kein Leben! Der „Hauch des Lebens“ – unser Atem ist ein völlig unterschätztes Thema.

Jeden Tag atmen wir zwischen 20.000 und 30.000-mal ein und aus. Meistens atmen wir unbewusst, schlechte Atemgewohnheiten habe sich schon längst eingeschlichen. 

Spätestens seit Corona ist das Thema Atmen etwas mehr in den Fokus gerückt. Viele Menschen mussten erfahren, dass freies Atmen nicht selbstverständlich ist und wie beschwerlich alles wird, wenn das Atmen blockiert ist.

Durch freies Atmen:

  • mehr Sauerstoff wird zugeführt
  • Vagusnerv stimuliert (Entspannung)
  • ganze Körper wird ständig, fließend bewegt
  • Verdauungssystem wird massiert

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  • mehr Energie und Konzentrationsfähigkeit 
  • Gesundheit, starkes Immunsystem und körperliche Fitness
  • gute Körperhaltung, entspannter und flexibler Körper 
  • Präsenz
  • Gute Laune

    Beim Singen ist ein gut geführter Atem:
  • Grundlage für freie, resonante und tragfähige Töne und natürlich
  • lange Phrasen.

Übungen im Sitzen:

  1. 1 – 2 x falsch atmen: durch Mund, Schultern hoch, Hochatmung
    Wie fühlt sich das an? Wie fühlst du dich jetzt? Stress?
  1. Richtig atmen: mach es dir bequem, schließ die Augen (vielleicht ist der Kopf angelehnt?!) atme langsam durch die Nase!
    Aufgabe: Atemweg spüren > Nase, Hals, Brustkorb mit Rippen, Zwerchfell/Bauch; Was passiert in deinem Körper, wenn du atmest? Wo spürst du die Bewegung (zuerst)?
  2. Nase, langsam, Hände auf Bauch und Brust, erst Bauch, dann Brust weiten, kleine Pause zwischen Atemphasen lassen
  3. Höre den Sound! Warrior Atem – Relax Anker!
  4. 1:2 Atem + Luft anhalten zwischen den Atemphrasen – Herz spüren

Atmung: Was passiert im Körper?

Auf der Seite des Lungeninformationsdienstes erfährst du viel Wissenswertes über den Atem!
https://www.lungeninformationsdienst.de

Weitere Übungen zum Atem findest du auf der Seite des Lungeninformationsdienstes. Schau mal hier.

Atmung, das ist einatmen und ausatmen – zwei Prozesse der Lunge. 

Die wichtigste Funktion der Lunge ist der Gasaustausch. Energie in Form von Sauerstoff dem Körper bzw. dem Blut zuführen – Abfall, also Kohlendioxid abtransportieren.

Das Zwerchfell zieht sich zusammen und bewegt sich nach unten. Der Brustkorb hebt sich und wird dadurch weit. Dadurch entsteht ein Unterdruck. Wie bei einer Saugpumpe wird die Luft also in die Lunge eingesogen.

Beim Ausatmen entspannt sich die Atemmuskulatur und die Luft wird wieder durch die Atemwege hinausgedrückt. Das Ausatmen ist somit eine passive Tätigkeit.

Die Atmung wird automatisch gesteuert, allerdings sind wir auch in der Lage, das Einatmen und Ausatmen bewusst herbeizuführen. Die Atmung ist damit die einzige autonome Grundfunktion unseres Körpers, die wir auch bewusst beeinflussen können. Eingesetzt wird dies zum Beispiel beim

  • Singen,
  • Sprechen oder
  • Husten 

Der Sängeratem – Die Stütze

Das Ziel des Stützvorganges ist die zweckmäßige Führung des Ausatemstromes für eine optimale Kehlkopffunktion. Die Einatemspannung soll möglichst lange beibehalten werden, um ein langes Ausatmen zu ermöglichen. 

Erinnerst du dich an das Bild des Regenschirms?

Es kann natürlich auch ein Sonnenschirm sein, den du dir vorstellst.

In der Stimmbildung werden Atemimpuls und Bauchspannung unterschiedlich gehandhabt.

Frage/Übung: 

1. Puste eine Kerze aus! 

2. Huste!

Wie fühlt sich der Bauch/Brustkorb an? Fest? Angespannt?
Dann muss das doch für das Singen auch gut sein, sind doch beides natürliche Atemvorgänge?
Aber mit welchem Ziel:

Möglichst schnell möglichst viel Luft herauszubefördern!

Das Atem-Ziel beim Singen ist das Gegenteil! Siehe Definition: Stütze weiter oben

Übungen im Stehen:

  1. Steif stehen, Bauch anspannen – Atem beobachten 
  2. Entspannt stehen, lockerer Bauch – Atem beobachten
  3. Strecken, 3 x Schwung-Atem, groß werden, groß atmen
  4. Oberlehrer; auf Füßen vor und zurück wippen, Atme beobachten
  5. Pendeln (li, re), Atem beobachten

Übungen mit Stimme:

  1. Glissandi – sss – Atem und Stimme – Hörbarmachen des Atemflusses während Tönen („Bleib Dran“ Woche 3)
  2. Ah – Hände ziehen Ton nach vorn,
    saugen nach hinten oben
    ziehen nach hinten unten
    groß einatmen, Arme hoch
  3. Hand ziehen, Faust drücken + RippUps; spüre Rippen vorn/hinten
  4. wieder Ah + Brustkorb offen

Das war unser Freitag Abend!

Ich hoffe, diese Zusammenfassung hilft dir auf deinem Weg zu mehr Leben durch besseres Atmen 😉
Für einige war die Gruppensession ein bisschen schnell. Allerdings sollte diese auch eher als Anregung dienen. Mit dieser Zusammenfassung könnt ihr üben und das ganze Thema rund um den tiefen Atem verinnerlichen!

Über Anregungen, Wünsche, Fragen und Ideen freue ich mich sehr! Gern kannst du auch schreiben, was du bei Frage 3 in der ersten Übung aufgeschrieben hast. Und natürlich interessiert mich, was aus deinen Erwartungen geworden ist?! Konnte ich sie erfüllen? Vielleicht sogar übertreffen?

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